Lord of the Rings – Live on Stage

Posted May 27th, 2007 in blog, home, theater & concerts by pug

uuuund hier simmer wieder! Nach der kleinen und fast kaum auszuhaltenden Abstinenz -meine Hände zittern noch immer- von meinem geliebten Inet, wegen Umzug zurück nach Berlin, warten auf meine neue heißgeliebte Freundin Alice ;) sowie ner Woche London bei meiner “alten” Flamme ASKA :) … ja endlich wieder ein Blog! Und weil das Thema “lord of the Rings” immer für Klickpushing gut ist nehme ich das einfach mal wieder als Aufhänger!

Erst mal das obligatorische: Worum jeht es hier überhaupt? …

THE LORD OF THE RINGS, J.R.R. Tolkien’s book trilogy, is now on stage at the legendary Theatre Royal Drury Lane.

Thrilling music, exhilarating choreography, remarkable staging and stunning design will combine to transform Drury Lane into Tolkien’s Middle-earth in a mesmerising and spectacular theatrical event featuring an ensemble of over 70 actors, singers
and musicians.

… soviel dazu :)


Nach dem letzten Reinfall der Herr der Ringe Symphonie mit dem schiefsingenden Knäbleinchor hatte ich ja schon das ein oder andere fade Gefühl im Bauch. Diese Cash-Cow wird wohl noch ein ganze Weile den Markt aufrollen. Schließlich kommen ja gerade die Kinder von Hurin ganz aktuell heraus. Und das obwohl der Autor doch das ein oder andere Weihnachten verpasst hat! Und man denke auch an den kleinen Hobbit und in ein paar Jahren, wenn die Kiddies von den Lotr Filmen ne Remasterte Fassung fordern weil die Effekte oll aussehen, schließlich noch ein TV-Auswertung auf ähnlichem Stand… aber gut ich schweife ab!

Schlichtweg… *Trommelwirbel* es war wirklich Großartig! Jeder der die Thematik mag wird hier auf seine Kosten kommen. Die Örtlichkeit war das Royal Theatre, Drury Lane in London. Von außen pfui und innen auch pfui, zumindest was die Treppe anging die der geneigte Besucher zu erklimmen hatte. Risse hier, Risse da… na gut eigentlich ganz London ;) … Doch der Blick im Saal auf die Bühne entschädigte umso mehr, es ging nicht nur Waghalsig bergab, so dass man egal wo man saß wirklich sehr gut sehen konnte! Probleme hatten nur die, die Höhenangst hatten :) … Allerdings begrüßte uns auch gleich eine Backofenhitze, die während des ganzen nicht im geringsten abnahm. Ich redete mir deswegen ein, dass dies ein besonders toller Effekt wie Mount Doom darstellen hautnah sollten… hat auch geklappt.

Als erstes viel natürlich die beeindruckende Bühne auf, der ganze Saal war über und über mit Ranken bedenkt die sich von der eigentlichen Bühne über den Wänden bis hinauf zur Bühne langhangelten… sehr stimmig! Die eigentliche Bühne bestand aus einem “Baumstumpf” der sich in alle Richtungen auf und ab bewegen konnte, natürlich in tausend verschiedenen Einzelteilen. Auf der Bühne wuselten schon vor Beginn duzende von Darstellern umher die die Mittelerdestimmung sehr gut einfingen! Auch die Hauptdarsteller waren super besetzt, wenn auch einer der Stars, der Franzose der Aragon spielte wegen Krankheit ausfiel, ich hab allerdings eh nicht gemerkt, meinte nur der spricht aber ohne Dialekt, bravo :) … Die Kostüme waren allesamt den Filmen entnommen, ebenso die gesamte Aufmachung der Kleidung, hier hätte man vielleicht mutig genug sein können um eigene Wege zu gehen… Wobei ich mir den Herrn der Ringe eh schon versaut habe, da zumindest ich wenn ich die Seiten der Bücher aufschlage nur noch die Charaktere aus den Filmen sehe… man muss halt Opfer bringen, wie war das mit der Vergessens-Pille aus Boston Legal?

Das Stück insgesamt war in drei Akte unterteilt in denen man Pause hatte! Wobei die zweite Pause eher ein Gag war und wilde Orks aus den Reihen Sarumans die Zuschauerränge stürmten. Nun ja, die Frauen kreischten und ich hatte leider kein Schwert zu Hand :) … In der ersten Pause wurde dafür nur Eis und Wasser verkauft um sich vom Mount Doom Effekt zu erholen… Der Gesang war ebenso vom feinsten und ich muss ehrlich gestehen, dass ich hier besonders ängstlich war. Bei The Wicked hatte ich nämlich so meine Probleme die Texte zu verstehen, das war hier nicht so der Fall, who know’s why :)

Gekürzt wurde die Geschichte an den wohlbekannten Stellen, so dürften Filmjünger nicht wesentlich schlauer werden, höchstes das verbrannte Auenland dürfte neu erscheinen. Gecuttet wurde mein Lieblingsteil der Bände, weil heißen der smarte zweite ;) … der Teil der seltsamerweise den Frauen nicht zusagt :) … Bei der Länge des Gesamtwerkes aber trotzdem ok!

Zum Abschluss nochmal ein Lob an die Bühnenbauer denn der Balrog sowie Kankra waren wirklich allererste Sahne!!!

Aber was labere ich hier lange rum! ANSEHEN!!!
Um Welten besser als das Symphoniedebakel, da kann man nix falsch machen…

Ref-Link:
Lord of the Ring – Live on Stage

PS…
das nächste Musical ist Monty Python’s Spamelot

Lord of the Rings – Symphony – die zweite

Posted April 21st, 2007 in blog, home, theater & concerts by pug

Hier ein kleiner Ausschnitt welchen ich illegalerweise mitgeschnitten haben ;) Bei Minute 1.17 hört sich das doch schief an? Oder liege ich etwas „schief“ ?

Lord of the Rings Symphony – Lizenz zum Gelddrucken

Posted April 18th, 2007 in blog, home, theater & concerts by pug

Mann mag geteilter Meinung sein wie weit die Liebe zu einer Serie oder Film gehen darf, zumindest bei mir eigentlich ziemlich weit… denn nur so ließe sich erklären warum „Mann“ tatsächlich bereit war siebzig Euro für die Musikalische Umsetzung des Herrn der Ringe auszugeben.

Berlin, April den 15ten… am Abend. Ort: Neues Tempodrom… wobei ich allerdings nicht wirklich weiß, warum dass ausgerechnet „Neues“ heißt! Live in Concert ist der Herr der Ringe, und zwar in der Musikalischen Umsetzung. Zwar war der Komponist Howard Shore nicht persönlich da, aber dafür kamen ein paar Gäste in Kostüm… was zumindest bei einigen Mädels wirklich sexy war ;)

Angetreten zur Unterhaltung war ein Berliner Knabenchor, eine Tschechischer Irgendwas Chor sowie natürlich das Orchestra nebst Komponist. Im zweiten Akt –der erste Akt war allein den Gefährten gewidmet- gesellte sich auch eine schwedische Sopranistin hinzu.

Veredelt wurde das ganze durch die Konzeptzeichnungen von Alan Lee. Seines Zeichens begnadeter Herr der Ringe Künstler, der maßgeblich am Lock und Feel des HdR-Universums seinen Anteil hat. Die Bilder wurden auf die Leinwand über den Orchestra geworfen…

Wahnsinn, könnte man nun sagen… hört sich doch toll an… und das sollte es wahrscheinlich auch. Zumal mal ganz vor vorne auf den besten „stuhlplätzen“ saß! Ein Blick auf die Eintrittskarte versicherte mir die den Eintrittspreis von siebzig Euro.

Wie sagt man so schön: Gute Idee… schlechte Umsetzung! Vielleicht liegt es auch an meiner Unerfahrenheit mit „Orchestraler-Live-Musik“ aber die Musik klang einfach lasch… die Lautstärke wohl gedacht, nicht die Komposition! Aber die Musik die da so dürr, aus den aufgestellten Brüllwürfel trällerten war mir einfach nicht wuchtig genug. Jede Heimanlage hat mehr Wums hinter… ganz zum schweigen vom Mix zwischen der Musik und dem Chor. Denn der wurde meistens einfach viel zu Leise eingespeist… also wenn schon elektronisch, dann doch bitte richtig! Wobei der Verlust der klanglichen Klarheit der Stimmen nicht wirklich ein Verlust darstellte, zeigte der Tschechische Chor keine Schwächen so –könnte ich zumindest beschwören- warf der Berliner Knabenchor die Töne hier und da einfach daneben! Ein Blick auf die Eintrittskarte versicherte mir die den Eintrittspreis von siebzig Euro. War der Chor die zweite Wahl? Ich weiß es nicht…

Achja, die lieben Kleinen war jedoch nicht die einzigen die versuchten größeres auszufüllen. Die Sopranistin die sich bei nichtgebraucht auf ihrem Stuhl sanft und hin und her bewegte, schlug zumindest bei Abschlusssong „ Into the West“ das ein und andere Mal etwas daneben. Mann muss einfach sagen, dass sie diesem Song nicht gewachsen war! Doch nicht was den Ohren angetan, dass mag nicht schlechter sein für die Augen. Diese wurden verwöhnt mit einem wie bereits erwähnt, kleinen Filmchen. Wobei das schon zu viel Ehre wäre, denn die „bewegten Grafiken“ waren denn auch mit wenig Gespür –wenn auch in der halbwegs sicheren Reihenfolge zu den Filmen- aneinandergereiht. Es kam allerdings auch vor, dass eine Konzeptzeichnung eines Schwertgriffes (spannend!) in mehreren Minuten, weg und ran und von links nach rechts, sowie von oben nach unten gezoomt wurde. Jeder könnte dasselbe in ein paar Stunden mit Flash hervorzaubern! Ein Blick auf die Eintrittskarte versicherte mir die den Eintrittspreis von siebzig Euro.

Naja, was vom Tage übrig blieb war ein dickes –für mich und meine Begleiter- unverständliches Klatschen mit Standing Ovations am Ende. Hatte die weniger als wir bezahlt?

Nochmal zur Lizenz… Im Mai ist großes Theater -Herr der Ringe- in London. Ratet mal wer da hingehen wird…