Fantasy Filmfest – The Thaw

Posted September 7th, 2009 in blog, cinema & tv, home by pug

So nach einer kleiner Pause geht es jetzt aber weiter. Ich muss einfach mal mehr Zeit aufbringen das ganze hier zu Pflegen!

The Thaw war im Grunde genommen der klassische Ansatz des “Monster Horror”. Was nichts schlechtes heißen muss. Man weiß schließlich wenn man zum Fantasy Filmfest geht was einen erwartet.

Ein Wissenschaftler nennen wir ihn David Kruipen (gespielt von Val Kilmer) ist in der Arktis mit Untersuchungen zum Thema “Global Warming” beschäftigt. Dabei entdeckt die kleine Gruppe ein aufgetautes Mammut, woran sich ein arg verhungerter Eisbär verbissen hat. Was bringt so ein Uhrzeitding mit sich, natürlich Microben, Viren und jeden menge kleiner Biester aus der Uhrzeit die nach einer Millionen Jahren auch fleißig mit Reproduktion und Hunger beschäftigt sind.

Um den emotionalen Touch zu halten ist der berühmte Vater natürlich mit seiner Tochter verkracht, weswegen diese aus dem Weg zu Ihrem Vater ist. Um sich noch die Erbschaftspapiere zu sichern, mit dabei auserwählte Studenten welche dort ihre “Felderfahrungen” sammeln sollen. Das Ende der Story soviel sei hier verraten ist zwar vorhersehbar, doch der Ansatz gefällt. Um der Menschheit nämlich gehörig aus die Auswirkungen von globalen Erwärmung vor Augen zuführen wollen die Wissenschaftler die Viecher in der Zivilisation aussetzen.

Hört sich erst einmal simpel an. Ist es auch, die Story haben wir alle schon mal gehört. Da man das wusste konzentrierte man sich eher auf das was konnte. Atmosphäre und Krabbelviecher. Und das gekonnt, der Film besteht bei mir das erste Prädikat “nicht gelangweilt”. Die Personen sind gekonnt gezeichnet und verhalten sich der Situation meist entsprechend. Der “ich-muss-überall-allein-hingehen-in-die dunkle-Räume-Faktor” wird konsequent nicht eingesetzt. Sehr wohltuend! Darüber hinaus, finde ich persönlich den Ansatz von Bioterrorismus in diesem Zusammenhang eine interessanten Storyansatz. Das ist fast schon Anspruch :)

Bleibt zu sagen, das Fans des Genre den Film sicherlich mögen werden. Die Idee ist gut umgesetzt. Die Darsteller zeigen keine Schwäche, die Geschichte bleibt trotz des interessanten Ansatzes zurück.

Fantasy Filmfest – Moon

Posted August 27th, 2009 in blog, cinema & tv, home by pug

Die zweite Auswahl aus dem reichhaltigen Programm des diesjährigen Fantasy-Filmfest fiel auf den Science-Fiction Film “Moon”. Das Erstlingswerk von Dave Duncan (Sohn von David Bowie) hatte ein sicherlich sehr überschaubares Budget. Was man dem Film jedoch keineswegs ansieht. Vor dem Film wurde noch kurz durch den Veranstalter berichtert das bis dato kein deutscher Verleih sich des Filmes angenommen hat. Man fragt sich herbei wirklich warum!

In der nahen Zukunft wird auf dem Moon größtenteils die Energie für die Erde gewonnen. Der Traumstoff ist Helium-3 und so ganz automatisiert funktioniert das natürlich nicht. Astronaut Sam Bell (großartig Sam Rockwell) ist der verantwortlich auf der Abbaustation. Im Auftrag von Lunar Industries ist er dort für drei Jahre stationiert, diese ist allerdings kurz vor dem ablaufen. In gerade mal zwei Woche, will Sam seine Heimreise antreten. Zurück zur Frau und Kind, mit der er sich nur über passive Kommunikation (Videobotschaften) austauschen kann. Nur Gerty (geprochen von Kevin Spacey) der Computer der Station ist seine einzige Möglichkeit sich zu unterhalten. Die Rückreise wird wir man schnell erkennt auch bitter nötig, denn die Gesundheit von Sam ist stark angegriffen. Kopfschmerzen, Halluzinationen und eine allgemeine Schwäche und Orientierungslosigkeit machen ihm zu schaffen und führen zu einem Folgenschweren Unfall. Sam wacht danach ohne Erinnerung wieder auf der Station auf und die Geschichte entfaltet sich…

Am ehesten lässt sich Moon als Mischung aus 2001 Odysee im Weltall und die Insel beschreiben. Zwar erkennt man schnell worum es eigentlich geht, doch die Geschichte zieht immer wieder neue Überraschungen aus dem Ärmel so das nie langeweile entsteht. Getragen wird der ganze Film durch seinen einzigen Darsteller Sam Rockwell. Der macht seine Sache mehr als gut, man hängt regelrecht an seinem Charakter und leidet mit. Auch Kevin Spacey als die Stimme von Gerty verleiht selbst dem Geister in der Maschine eine fühlsames Ansehen.

Moon ist ein kleines Meisterwerk, das hat man auch an der Reaktionen der Zuschauer mitbekommen. Ich hoffe der Film findet noch einen Verleiher in Deutschland, obwohl der Markt vermutlich für anspruchvolles Autorenkino in Form von Science Fiction eher Chancenlos bleiben wird. SF ohne Horror und Action, wohl net hier…

Fantasy Filmfest – Carriers

Posted August 24th, 2009 in blog, cinema & tv, home by pug

Eröffnungfilm und Weltpremiere des Festes ist das Apokalyptische Roadmovie “Carriers”. Kein Meisterwerk, aber auch nicht schlecht und mit Szenen, bei der selbst harte Kerle weiche werden.

Vier junge Leute auf dem Weg zur Küste,  um den Wahnsinn der Virus-Epidemie zu entfliehen, welche die Menschheit mal wieder fast ausgelöscht hat. Zwei Brüder und ihre jeweiligen Partnerrinnen. Was auf einer einsamen Ausfallstraße wie ein Roadmovie beginnt, endet schnell nachdem man die vorher aufgestellten Regeln zum überleben “verletzt”.

1. Avoid populated areas at all costs.
2. If you come in contact with other people, assume they have it.
3. The virus can survive on surfaces for 24 hours.
4. Never touch anything that is not disinfected (and)
5. Take what you need and do not look back.

Während der einer der Brüder “Brian” (Chris Pine a.k.a. Captain Kirk junior) keine Probleme hat auch unliebsame Entscheidungen zu treffen um damit das überleben der Gruppe zu sichern, hat der jüngere Ryan (Lou Taylor Pucci) da mehr Gewissensbisse. So wird gleich zu beginn ein Mann mit seiner Tochter (trotz Infektion) von der Straße aufgelesen. Im nächsten Ort beginnen die Probleme als sich die Freundin von Brian bei dem Mädchen aus Versehen ansteckt. Damit beginnt natürlich der Anfang vom Ende.

Die erzählte Geschichte verdient sicherlich keinen Oskar, will sie aber auch gar nicht. Denn der Film wird trotz mancher derber Bilder nie Brutal. Im Vordergrund steht die emotinale Auseinadersetzung. Lasse ich den Vater mit seiner Tochter im Ort zurück, wo sie offensichtlich sterben, damit ich mich nicht anstecke? Erzähle ich meine Freund und engsten Vertrauten nicht, das ich mich vielleicht angesteckt habe, weil sie mich sonst zurücklassen? Bleibe ich bei meinem Bruder in seinen letzten Stunden, oder laufe ich schnellstmöglich davon.

Wenn man die Muse hat sich auf die eine oder andere Frage einzulassen, sich sogar selbst die Frage zu stellen kommt nicht leicht zu eigenen Antworten. Die Charaktere des Films sind zwar klar abgesteckt, jedoch vermissen sie den nötigen Tiefgang damit man wirklich mitfiebert. Allein beim Vater und seiner Tochter geschieht das sofort und sehr intensiv. Bei den anderen, gerade die weiblichen Begleitern fehlt ein Backround fast vollständig. Hier ist eindeutig potential verschenkt.

Am Ende bleibt zu sagen, das die Freunde von munterer Zombiehatz nicht auf ihre Kosten kommen. Somit stellt sich die Frage, welches Publikum hier angesprochen werden soll. Das wird am Ende vermutlich auch das Problem des Filmes. Gefallen hat er trotzdem, denn mein wichtigstes Kriterium ist die Langeweile, und hier kann ich beruhiges, das ist er auf keinen Fall!

Kein Zombieslasher, sonder wie gesagt ein Postapokayptisches Roadmovie.

Jahr: 2009 | Regie: Àlex Pastor / David Pastor
Autor: Àlex Pastor / David Pastor | IMDB: link